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DZIF: Neues Forschungszentrum für Infektionen gegründet

BRAUNSCHWEIG - Die Infektionsforschung in Deutschland soll künftig mit dem neu gegründeten Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) gezielt gefördert werden. Das DZIF ist ein Forschungsverbund mit sieben Standorten (Hannover-Braunschweig, Bonn-Köln, Gießen-Marburg-Langen, Hamburg-Lübeck-Borstel, Heidelberg, München und Tübingen) und 32 Partnern. Das neue Forschungszentrum gehört zu den „Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung", mit denen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die wichtigsten „Volkskrankheiten" intensiver bekämpfen möchte. Ein Schwerpunkt des DZIF wird der verbesserte Fluss von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung, auch Translation genannt, sein.

Zu den zentralen Aufgaben des DZIF wird die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten bei HIV-Infektion oder die Suche nach neuen Wirkstoffen gegen Bakterien, Viren und anderen Erregern sein. Auch zur Virushepatitis wird es standortübergreifende Forschungsprojekte geben. Dazu zählt die Suche nach neuen antiviralen Medikamenten gegen Hepatitis C und D ebenso wie Entwicklung von Zellkulturmodellen, um Viren und antiviral wirksame Substanzen besser untersuchen zu können.

„Im DZIF werden die besten Wissenschaftler und Mediziner auf dem Gebiet der Infektionsforschung gemeinsam für eine bessere Vorsorge, Diagnose und Therapie arbeiten. Im Zentrum steht dabei der Patient, der vom verbesserten Transfer von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die Klinik profitiert", erklärte Professor Dr. Johanna Wanka, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, anlässlich der Gründung.

 

Quelle:
Mitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, Hannover, 27.6.2012


© Simone Widhalm

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