Skip to Content

Am 19. Mai ist Welthepatitistag

GRENZACH -  500 Millionen Menschen weltweit haben eine Hepatitis B oder C. In Deutschland sind mindestens eine Million Menschen betroffen, neuere Studien prognostizieren für die Hepatitis C sogar eine weitaus höhere Zahl Betroffener.  Der Welthepatitistag findet jährlich am 19. Mai statt und steht unter dem Leitgedanken „Bin ich die Nummer 12?" (Am I number 12?). Diese Frage spielt mit der Annahme, dass statistisch betrachtet weltweit jeder zwölfte Mensch mit Hepatitis B oder C infiziert ist.

Auch die Aktionen zum Welthepatitistag 2010 legen den Fokus auf die folgenden Aspekte:

  • „Get protected" (Schütz dich) steht für bessere Kenntnisse der Hepatitis-Risikofaktoren, um Neuinfektionen zu verhindern.
  • „Get Tested" (Lass dich testen) empfiehlt Menschen mit Hepatitis-Risiko, sich testen zu lassen.
  • „Get vaccinated" (Lass dich impfen) rät zur Impfung gegen Hepatitis B.
  • „Get treated" (Lass dich behandeln) empfiehlt, wenn möglich, eine Behandlung, da inzwischen wirksame Medikamente zur Behandlung der Virushepatitis zur Verfügung stehen.

Rund um den Globus findet an diesem Tag eine Vielzahl von Aktionen statt - auch in Deutschland.  Unter dem Motto „Das ist Hepatitis..." ruft die Deutsche Leberhilfe e.V. anlässlich des Welt-Hepatitistages auch in diesem Jahr Politik, Mediziner und die Bevölkerung dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit Erkrankten zu zeigen: So wird die Bundesregierung aufgefordert, sich stärker für Prävention, Früherkennung und Behandlung von Hepatitis B und C zu engagieren. Außerdem soll die Messung des Leberwertes GPT in die Vorsorgeuntersuchung Check-Up 35 aufgenommen werden. Diese Forderungen werden von der Deutschen Leberstiftung und dem Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) e.V. unterstützt.

Leberkrebs vermeiden
„Viele Betroffene werden leider erst klinisch auffällig, wenn sie bereits an einer fortgeschrittenen Lebererkrankung leiden", stellte Prof. Claus Niederau, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberhilfe e.V., fest „dabei könnten viele Spätfolgen verhindert werden, wenn erhöhte Leberwerte konsequent abgeklärt würden." Weil eine Virushepatitis häufig keine Symptome verursacht, erfahren viele Betroffene erst spät von ihrer Erkrankung. Nicht selten hat sich auf dem Boden einer chronischen Virushepatitis zum Zeitpunkt der Diagnosestellung bereits ein Leberzellkarzinom (HCC) entwickelt. Die steigende Zahl der Leberkrebsfälle ist ein Indiz hierfür. Mit einer frühen Diagnose und einer entsprechenden Therapie wären solche Krankheitsfolgen zu vermeiden: Die chronische Hepatitis B ist kontrollierbar, Hepatitis C ist inzwischen in vielen Fällen sogar heilbar.

Weitere Informationen:
www.binichdienummer12.de, www.worldhepatitisalliance.org

© Simone Widhalm

zurück