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(R)Ausgeboxt: Wettkampf wegen vermeintlichen Hepatitis-Risikos abgesagt

HELSINKI/HAMBURG - Die WBA-Box-Weltmeisterschaft im Schwergewicht zwischen Nikolai Walujew, Russland, und Ruslan Chagaev, Usbekistan, wurde abgesagt. Der Grund: Chagaev habe Hepatitis B, sodass der Boxkampf mit dem Risiko verbunden sei, sich mit Hepatitis B anzustecken. Der für die Ausrichtung des Boxkampfes verantwortliche  finnische Verband hatte die Ausrichtung der ersten Schwergewichts-WM aus medizinischen Gründen verboten. Angeblich sei es nach „finnischem Gesetz" nicht möglich, diesen Boxkampf zu erlauben.

Wäre ein Kampf gegen Ruslan Chagaev tatsächlich mit einem Hepatitis-B-Risiko verbunden gewesen oder wurden medizinische Fakten nicht richtig bewertet? Der Generalsekretär der „European Association for the Study of The Liver" (EASL), PD Dr. Heiner Wedemeyer, Hannover, entkräftete mit seiner Bewertung die Anschuldigungen gegen den Boxer. Ruslan Chagaev sei nach Sichtung der Befunde gesund. Es bestehe keine Infektiösität, sodass Chagaev ohne Hepatitis-B-Ansteckungsgefahr hätte boxen können. Man vermutet vielmehr, dass juristische Spitzfindigkeiten anstelle von Laborwerten der Grund für die Absage waren. Chagaevs Gegner hätte sich übrigens ganz einfach schützen können: Durch eine Impfung. Die Angst vor einem kleinen Nadelpieks soll dies Gerüchten zufolge jedoch verhindert haben.

Für eine Art Rehabilitation unter Boxkollegen sorgte Valdimir Klitschko: Er tritt mit Chagaev in den Ring. Klitschko sei nach egenen Aussagen geimpft und vertraue seinen Ärzte, die ihm versichert haben, dass keine Ansteckungs-Gefahr bestehe.

Infos zur Hepatitis B finden Sie hier: http://www.hepatitis-care.de/ und Info-Faltblätter zum Dowloaden in zehn Sprachen gibt es hier

http://www.hepatitis-care.de/service/download/index.html

© Simone Widhalm

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