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Hepatitis C via Insulin-Pen

EL PASO - Die Daten von US-Veteranen mit Hepatitis C sind in zahlreiche Studien eingegangen und konnten das Wissen um diese Erkrankung mehren.

Das Wissen um die Prävention und Vermeidung von Infektionen hingegen konnte sich innerhalb der US-Army offenbar nicht hinreichend verbreiten. Für 2114 Diabetiker, die am „William Beaumont Army Medical Center"  (WBMC) zwischen August 2007 und Januar 2009 behandelt wurden, besteht aufgrund unsachgemäßen Gebrauchs von Insulin-Pens die Gefahr, sich mit Hepatitis B, C oder gar HIV infiziert zu haben.

Bei der Verabreichung des Insulins via Insulinpen seien zwar jeweils neue sterile Nadeln verwendet worden, allerdings wurden die Pens für mehrere Patienten benutzt. Dabei bestehe die Gefahr, dass kontaminiertes Blut von der Nadel in das im Pen verbliebene Insulin gelangen und mit der nächsten Injektion weitergegeben werden könne. Die Wahrscheinlichkeit sei laut Studien mit 4 Prozent zwar gering, würde jedoch bestehen. Allerdings sind solche Pens zur wiederholten Injektion bei einem einzigen Patienten gedacht und nicht zur  Mehrfachverwendung bei unterschiedlichen Patienten.  Inzwischen wurden 105 Patienten untersucht, sechzehn haben eine Hepatitis C. Weitere Test sollen nun zeigen, ob die Insulingabe Infektionquelle war. Einer erweiterten Untersuchung der US-Armee zufolge wurde dieses Insulinpen-System an neun weiteren US-Armee-Einrichtungen verwendet. Am „Fort Polk's Bayne-Jones Army Community Hospital" in Louisiana besteht bei fünfzehn Patienten der Verdacht auf eine mittels Insulinpen erworbene Hepatitis-Infektion. Das WBMC hat nun Schulungsmaßnahmen für einen ordnungsgemäßen Gebrauch des Insulinpens angeordnet. Reichlich spät.

Inzwischen hat die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA eine "Warnmeldung" zum unsachgemäßen Gebrauch von Insulinpens herausgegeben und klärt darüber auf, dass auch diese Form des needle-sharings - via Insulinpens- zur Übertragung von Infektionen führen kann.

Quellen: www.armytimes.com, Mitteilung des „William Beaumont Army Medical Center" 

© Simone Widhalm

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