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Hepatitis B: In Europa tut sich was

Hannover/Brüssel - Hepatitis B ist auch hierzulande eine ernstzunehmende Gefahr: Mehr als 500.000 Menschen sind von dieser viralen Lebererkrankung betroffen. Auch um den  häufig schwerwiegenden Folgen der Hepatitis B  - einer Leberzirrhose oder Leberkrebs - vorzubeugen, hat eine europäische Expertengruppe Empfehlungen für einen besseren Umgang mit der Hepatitis B erarbeitet. Neben Aufklärung und Prävention beinhalten diese die Einhaltung von Behandlungsrichtlinien. Ziel der neuen Empfehlungen ist es, Infektionen zu vermeiden und die Lebensqualität bereits Betroffener zu verbessern. Geleitet wird das Expertengremium von Dr. med. Thomas Ulmer , Mitglied des Europäischen Parlaments, der  die Ergebnisse am 3. Juni 2008 im Bundestag vorstellen wird.  „Experten und Patientengruppen haben  diese Grundsätze gemeinsam  entwickelt. Bei rascher Umsetzung kann die Ausbreitung von Hepatitis B eingedämmt und Betroffenen das Leben erleichtert werden\", erklärt Dr. Ulmer, der sich über die Unterstützung der Deutschen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt freut.

Diese „Politischen Empfehlungen für einen besseren Umgang mit Hepatitis B in Europa\" hat Ulmer bereits erfolgreich in Italien und Griechenland präsentiert. Dort werden schon nationale Regelungen diskutiert, um Erkrankten zu helfen und Neuinfektionen einzuschränken. Ulmer ist zuversichtlich, dass die Empfehlungen auch bei führenden deutschen Hepatitis-Experten und Bundestagsabgeordneten auf wache Ohren stoßen. Denn auch in Deutschland gibt es bekanntlich dringenden Handlungsbedarf - besonders bei Risikogruppen, wo Impfungen, Diagnose und Behandlungen noch sehr selten anzutreffen sind.

Zur Veranstaltung

Am 3. Juni 2008, 11:30-13:00 diskutieren deutsche und europäische Hepatitis-Experten:

  • Dr. Thomas Ulmer, Mitglied des Europäischen Parlaments
  • Silvia Schmidt, Mitglied des Bundestages
  • Prof. Dr. Michael Manns, Medizinische Hochschule Hannover, Vorsitzender des Kompetenznetzes Hepatitis, Vorsitzender der Deutschen Leberstiftung
  • Prof. Dr. Claus Niederau, St. Josef-Hospital Oberhausen, Vorsitzender der Deutschen Leberhilfe
  • Ramazan Salman, Ethno-Medizinisches Zentrum e.V. Hannover, Projektleiter bei MiMi Migranten für Migranten
  • Dr. Alfons Schröer, Sprecher Prävention des BKK-Bundesverbandes

Der genaue Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben. Anmeldungen unter s.froelich@ipse.de, Telefon 030 288846-18 oder Fax 030 288846-47

Quellen: Mitteilungen der Medizinischen Hochschule Hannover und Dr. Thomas Ulmer  © Simone Widhalm

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