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Risiko Tattoo

NEW YORK/BOSTON - Wer sich ein Piercing verpassen oder gar ein Tattoo unter die Haut stechen lässt, geht das Risiko ein, sich mit verschiedensten Bakterien wie Staphylococcus aureus, A-Streptokokken und Pseudomonas aeruginosa oder gar parenteral übertragbaren Viren wie Hepatitis B und C zu infizieren. Besonders dann, wenn der Nadelkünstler die Kunst der einwandfreien Hygiene im Studie nicht beherrscht. Wie es um die HCV-Infektionen bei Menschen mit Tattoo bestellt ist, hat eine große US-amerikanische Studie mit 3871 Teilnehmern (1930 HCV-positive Patienten sowie eine Kontrollgruppe mit 1941 HCV-negativen Personen) untersucht. HCV-positive Menschen sind häufiger tätowiert als HCV-negative. Rechnete man die klassischen Risikofaktoren Drogengebrauch oder Bluttransfusionen vor 1990 und andere Faktoren (Geschlecht, Herkunft und ethnische Abstammung) heraus, blieben Tätowierungen ein statistisch signifikanter Risikofaktor. Die Autoren empfehlen deshalb, Patienten mit Tätowierung unbedingt einen anti-HCV-Test anzubieten und auf Hepatitis C zu screenen. Und als Tipp für Tattoo-Aspiranten:

Den Hautmaler nicht nur nach Motiven und Schmuckstücken, sondern zunächst vor allem nach Hygiene-Kriterien wählen sollte. Das Land Brandenburg hat im April 2007 dazu Hygiene-Vorschriften herausgegeben, die durchaus als kleine Checkliste vor dem Besuch eines Tattoo-Studios dienen können.

Quelle: Dhalla S et al.: 136 Strong association between tattoos and hepatitis C virus infection: A multicenter study of 3871 patients AASLD 2007, Abstract 136 © Simone Widhalm

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