Krebsursachen weltweit: Hepatitis B und C zählen dazu
OXFORD - Vor nicht allzu langer Zeit wurden Hepatitis B- und C-Viren "offiziell" auf die Liste der krebserregenden Faktoren gesetzt. Eine britische Studie hat nun untersucht, wie hoch die Anzahl an infektionsbedingten Krebserkrankungen weltweit im Jahre 2002 war. Sie betrug 1.9 Millionen oder 17.8 Prozent aller weltweit aufgetretenen Karzinome. Hauptursachen waren Helicobacter pylori (5.5 Prozent), HPV-Viren (Human Papilloma Viren mit 5.2 Prozent, Hepatitis B and C Viren (4.9 Prozent), Epstein-Barr Virus (1 Prozent) oder HIV- und Herpes-8-Virus (0.9Prozent). Würden Infektionskrankheiten verhindert, gäbe es 26.3 Prozent oder 1.5 Million Krebserkrankungen pro Jahr weniger in den Entwicklungsländern und 7,7 Prozent (390.000 Fälle) weniger in den Industrieländern.Quelle: Parkin DM et al.: The global health burden of infection-associated cancers in the year 2002. Int J Cancer 2006, Vol. 118, S. 3030-44
© Simone Widhalm