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Eher Hepatitis als Vogelgrippe

BERLIN - Die Vogelgrippe beherrscht seit Monaten zunehmend die Nachrichten. Dabei: Hepatitis A ist deutlich infektiöser. Noch. So gab es seit Beginn des Jahres in mehreren Kindergärten und Schulen Südwestdeutschlands Fälle von Hepatitis A aufgetreten. Zwar sind die Infektionsquellen noch nicht eindeutig identifiziert. Die gemeldeten Fälle haben jedoch alle eine Verbindung in die Türkei, so offizielle Stimmen vom (Gesundheits-)Amt. Derzeit ist das Risiko, sich mit Heptitis-A-Viren bei Reisen in die Türkei, nach Osteuropa und Südostasien zu infizieren, um ein Vielfaches höher ein als eine Infektion mit H5N1, dem Erreger der Vogelgrippe. Für den urlaubenden Otto Normalverbraucher ist die Ansteckungsgefahr mit dem Vogelgrippevirus dagegen fast gleich Null. Reisemedizinische Tipps finden sich hier:

Kein Problem ist Hepatitis hingegen an den pazifischen Gestaden von Samoa und anderen Tropeneilanden in jener Region. Ein Hepatitis-C-Screening, das mit zwischen 1985 bis 2002 gesammelten Seren von 3466 Insulanern durchgeführt wurde, ergab eine Prävalenz von 0,2 % - acht der untersuchten Personen waren Hepatitis-C-positiv.

In Pennsylvania hingegen war eine Soße , die nicht nur grüne Zwiebeln enthielt, gefährlich: 527 Menschen infizierten sich beim Genuss von Zwiebeltunke in einem Restaurant über einen Zeitraum von 6 Wochen mit Hepatitis A. Vier Menschen entwickelten eine fulminante Hepatitis, drei verstarben an den Folgen, bei einem Erkrankten konnte nur noch eine Lebertransplantation helfen.

Quellen:

  • WAMS, 22.1.06
  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) "Kinder- & Jugendärzte im Netz"
  • Armstrong GL et al.: Hepatitis-C-Virus infection in Samoa and American Samoa. Am J Trop Med Hyg. 2006, Vol. 74, S. 261-262.
  • Wheeler C et al.: An outbreak of hepatitis A associated with green onions. N Engl J Med. 2005 Vol. 353, S. 890-897

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