Diabetes und Hepatitis C
Aufgepasst: HCV-assoziierter Typ-2-Diabetes sollte adäquat behandelt werden!
DALLAS - Im Jahre 1989 wurde das Hepatitis-C-Virus entdeckt – und seither hat man auch ein Augenmerk auf einen Zusammenhang zwischen einer chronischen Hepatitis-C-Infektion und der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes. Zu den Diabetes-Risikofaktoren zählen höheres Lebensalter, HCV-Genotyp 3, schwere Leber-Fibrose, Diabetes in der Familie sowie Leber/Nieren-Transplantation. Außerdem zeigte sich ein Zusammenhang zwischen einer HCV-Infektion und einer hepatischen Steatose, einem Anstieg des TNF-alpha-Spiegels, was zu einer Insulinresistenz führt und einem nachfolgenden Typ-2-Diabetes. Es wird angenommen, dass ein Diabetes und eine hepatische Steatose das Fortschreiten einer Fibrose, eines hepatozellulären Karzinoms sowie Arteriosklerose begünstigen kann. Angesichts des Diabetes-Typ-2-Problems, das nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande besteht, scheint die Verbindung aus HCV und Diabetes ein größeres Problem, das auch das Gesundheitswesen tangiert. Weitere klinische Studien sind daher erforderlich, um einen mit HCV-assoziierten Typ-2-Diabetes effektiv zu entdecken und zu behandeln – oder besser: vorzubeugen. Schließlich könnte dies alles auch dazu beitragen, das Fortschreiten der Hepatitis C selbst zu verlangsamen.
Quelle: Noto H et al.: Hepatitis C infection and diabetes. J Diabetes Complications. 2006, 20(2):113-20 © Simone Widhalm
Castera L. et al: Steatosis, insulin resistance and fibrosis progression in chronic hepatitis. Minerva Gastroenterol Dietol. 2006, Vol. 52(2), S. 125-34