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Gibt es Prädiktoren für die Entwicklung einer Depression?

Welche Marker können schon zu Beginn einer HCV-Therapie einen Hinweis darauf geben, dass ein erhöhtes Risiko für die Entstehung einer Depression vorliegt?

MAASTRICHT – Dass es unter einer Therapie mit Interferon- alpha zu Depressionen kommen kann, die mitunter behandlungsbedürftig sind, ist bekannt: Immunologische Mechanismen sind dafür verantwortlich, allerdings war unklar, welche Kausalität besteht. In einer niederländischen Studie hat man die Hypothese untersucht, dass der Grad an immunologischer Aktivierung zu Beginn der Therapie ein Prädiktor für die Entwicklung einer Depression ist. Dazu wurden vor Therapiebeginn bei 16 Patienten, die keinerlei psychiatrische Vorerkrankungen hatten, proinflammatorische und antiinflammatorische Zytokine bestimmt, außerdem wurden die Patienten auf das Vorhandensein einer Depression untersucht. Dabei zeigte sich, dass bei jenen fünf Patienten, die eine ausgeprägte Depression entwickelten, vor Beginn der Therapie die Konzentration der löslichen Interleukin-2-Rezeptoren (sIL-2r), von Interleukin-6 (IL-6) und Interleukin-10 (IL-10) signifikant erhöht waren. Daraus folgern die Autoren, dass eine gesteigerte Immunaktivierung ein kausaler Risikofaktor für die Entwicklung einer schwerer ausgeprägten Depression ist.

Quelle: Wichers MC et al.: Baseline immune activation as a risk factor for the onset of depression during interferon-alpha treatment. Biol Psychiatry. 2006, Vol. 60(1), S. 77-9 © Simone Widhalm

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