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gamma-GT als kardiovaskulärer Risikomarker

INNSBRUCK. Die GGT ist nicht nur ein für die Funktion von Leber und Gallenwege: Eine prospektive Kohortenstudie postulierte, dass sie auch ein Marker für die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems ist: erhöhte Werte korrelieren mit einem größeren kardiovaskulären Sterberisiko.

Dazu wurden die Daten der Vorarlberger Gesundenuntersuchungen (Vorarlberg Health Monitoring and Promotion Program Study) mit mehr als 160 000 Voralbergern, die über einen Zeitraum von 17 Jahren beobachtet worden waren, ausgewertet. Männer, die anfangs einen mäßig erhöhten Gamma-GT-Wert (28 U/l) hatten, verstarben im weiteren Verlauf um 28 Prozent häufiger an kardiovaskulären Erkrankungen. Männer mit hohen gamma-GT-Werten (56 U/l) hatten ein um 64 Prozent erhöhtes Risiko. Für Frauen stieg das kardiovaskuläre Sterberisiko bei mäßig erhöhten Gamma-GT-Werten (18 U/l) um 35 Prozent und bei stark erhöhten Gamma-GT-Werten (36 U/l) um 51 Prozent. Der GGT-Wert war nach Rauchen und arteriellen Hypertonie der drittwichtigste Prädiktor - noch vor erhöhten Blutzucker-, Cholesterin- oder Triglyzeridwerten. Die Autoren der Studie folgern daher, dass die Beurteilung der Leberenzyme für das Abschätzen eines kardiovaskulären Risikos wichtig ist.

Quelle: Ruttmann E et al.: g -Glutamyltransferase as a Risk Factor for Cardiovascular Disease Mortality . Circulation. 2005, Vol.112, S. 2130-2137 © Simone Widhalm

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