Diagnose: Hepatitis-C-Antikörper?
Mithilfe eines sogenannten ELISA-Tests (Enzyme Linked Immunosorbent Assay) können etwa drei Monate nach der Infektion spezifische Antikörper gegen das Hepatitis-C-Virus (HCV-AK) nachgewiesen werden. Da die Antikörper aber jahre- bis jahrzehntelang im Körper bleiben, auch wenn die Hepatitis C schon überwunden ist, lässt ihr Nachweis keine Rückschlüsse darauf zu, ob das Virus sich weiterhin aktiv vermehrt. Auch ist es wichtig zu wissen, dass Hepatitis-C-Antikörper nicht vor einer erneuten Ansteckung schützen!
Hepatitis C Antikörper © sebastian kaulitzki/Fotolia.de
Fällt daher der ELISA-Test positiv aus, d.h. wurden Antikörper gegen das Hepatitis-C-Virus gefunden, muss die Diagnose zusätzlich mit einem sogenannten PCR-Test (Polymerase Chain Reaction = Polymerase-Ketten-Reaktion) bestätigt werden
HIV/HCV-Koinfektion: Besonderheiten beachten!
Bei Patienten mit HIV/HCV-Koinfektion kann es zu einem Verlust von HCV-Antikörpern kommen – insbesondere, wenn die Immunschwäche fortschreitet. Trotzdem besteht die chronische Hepatitis-C-Infektion weiter!
Deswegen ist es wichtig, dass bei allen HIV-infizierten Patienten, bei denen ein Verdacht auf Hepatitis C besteht, neben dem HCV-Antikörper-Suchtest auch direkt nach HCV-RNA gesucht wird.