Nebenwirkungen bei der Therapie der Hepatitis C
Welche Nebenwirkungen können während der Therapie auftreten?
Das Auftreten von Nebenwirkungen und das Ausmass derselben ist individuell sehr verschieden. Die meisten Nebenwirkungen treten zu Beginn der Therapie, d.h. in den ersten vier Wochen auf, und klingen im Verlauf oft allmählich ab. Am häufigsten treten einige Stunden nach Interferon-Injektion grippeähnliche Symptome wie Fieber. Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskel-, Gelenk- und Gliederschmerzen auf. Ferner sinkt der rote Blutfarbstoff unter Ribavirin ab und Interferon senkt die Anzahl der weissen Blutkörperchen und/oder Blutplättchen. Seltener kann bei entsprechender Veranlagung eine depressive Verstimmung auftreten oder sehr selten kann eine Schilddrüsenunterfunktion oder können andere so genannte Autoimmunkrankeiten ausgelöst werden. Auch Magen-Darm-Beschwerden, Haarausfall, dünnes Haar und trockene Haut können auftreten. Die beschriebenen unerwünschten Wirkungen bilden sich alle vollständig zurück, wenn die Dosis reduziert oder die Medikamente gestoppt werden; lediglich die Schilddrüsenunterfunktion und andere autoimmune Erkrankungen verschwinden nicht immer vollständig. Da die Behandlung belastend sein kann, ist es wichtig, dass sich der Patient vorgängig bei seinem behandelnden Arzt ausführlich über Auswirkungen auf seine Lebensqualität informieren und während Therapie allenfalls auftauchende Probleme besprechen kann. Darüber hinaus kann der Arzt eventuell die Nebenwirkungen mit anderen Medikamenten behandeln, eine zugegebenermassen etwas paradoxe Situation. Ribavirin schädigt das werdende Kind im Mutterleib und die Qualität der Spermien. Während bis sechs Monate nach Behandlungsende dürfen Frauen deshalb nicht schwanger werden und Männer keine Kinder zeugen. Eine adäquate Empfängnisverhütung während der gesamten Therapiedauer und darüberhinaus ist unerlässlich. Am besten, sie besprechen dies alles vor Behandlungsbeginn mit ihrem Arzt.