Leberwerte
Was sind Leberwerte?
Unter Leberwerten versteht man Enzyme (Eiweisse = Proteine), die Stoffwechselschritte vermitteln, insbesondere die Transaminasen. Im Rahmen von Stoffwechselvorgängen helfen sie in der Leber, Stoffe aus dem Körper um- und abzubauen, so werden auch viele Giftstoffe in der Leber für die Ausscheidung über die Niere vorbereitet. Ein wichtiges Enzymsystem in der Leber ist zum Beispiel das Cytochrom P 450. Werden im Verlaufe einer Leberentzündung Leberzellen zerstört und abgeräumt, treten die Transaminasen vermehrt ins Blut über und lassen sich dort als erhöhte Leberwerte nachweisen. Diese geben somit einen Hinweis auf das Vorliegen einer Leberzellschädigung. Das Ausmass der Transaminasenerhöhung widerspiegelt aber gerade bei der chronischen Hepatitis C nur schlecht das Ausmass der Entzündung in der Leber. Über diese kann letztlich nur eine Leberbiopsie zuverlässig Auskunft geben. Im weiteren Sinne gehören auch andere Enzyme (z.B. Alkalische Phosphatase) zu den Leber werten. Andere Laborwerte (z.B. die Konzentration des Gallefarbstoffes, des sogenannten Bilirubins, oder gewisser Eiweisse, wie Albumin und Gerinnungsfaktoren im Blut) erlauben grob die Funktion und die Funktionsreserve der Leber abzuschätzen. Glossar Leber- und Blutwerte