Verlauf Hepatitis C
Welche Vorgänge führen von einer Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus zur Krankheit?
Das Hepatitis-C-Virus infiziert fast ausschliesslich Leberzellen, so genannte Hepatozyten. Es nistet sich in diesen Zellen ein, aber ohne direkt einen wesentlichen Schaden anzurichten. Um den Eindringling zu bekämpfen und zu eliminieren, muss die infizierte Leberzeile zerstört und abgeräumt werden. Dafür sind die bereits erwähnten, körpereigenen Entzündungszellen zuständig und unter diesen vor allem spezialisierte Killerzellen, die sogenannten T-Lymphozyten Ob es diesen gelingt, alle infizierten Leberzellen für immer und restlos abzuräumen und damit die Infektion auszuheilen, hängt u.a. wahrscheinlich davon ab, wie stark die Abräumreaktion ist. Welche Faktoren die Stärke dieser Abräumreaktion bestimmen, ist noch ungenügend bekannt. Es dürfte sich aber teilweise um vererbte Eigenschaften des körpereigenen Abwehrsystems handeln. Ist die Entzündungsreaktion wenig ausgeprägt, so werden pro Zeiteinheit nur relativ wenige Leberzellen abgeräumt, ist sie hingegen stark ausgeprägt. werden entsprechend mehr Leberzellen zerstört. Auch kanneine Gelbverfärbung der Bindehaut des Auges und der Haut, eine so genannte Gelbsucht, hinzukommen. Verursacht wird die Gelbsucht (Ikterus) durch den gelben Gallenfarbstoff, der von den Leberzellen nicht mehr normal in die Gallenflüssigkeit ausgeschieden werden kann, sondern sich im Blut ansammelt. Wie bereits erwähnt, kann das Hepatitis-C-Virus, beziehungsweise die infizierten Leberzellen, in den meisten Fällen durch die Entzündungreaktion nicht vollständig abgeräumt werden und die Entzündung verläuft chronisch. Im Rahmen der chronischen Leberentzündung kann es dann zur Narbenbildung und innerhalb Jahrzehnten zur Ausbildung einer Narbenleber, einer so genannten Leberzirrhose kommen.
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Eine gesunde Leber hat eine glatte
Oberfläche |
Eine zirrhotische Leber hat eine
unregelmäßige und höckrige Oberfläche |

