Akute Phase der Hepatitis C
Was geschieht nach der Infektion mit dem Hepatitis C-Virus (akute Phase)?
Die akute Phase umfasst die ersten sechs Monate nach
erfolgter Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus und kann sich wie
folgt auswirken:
1. Asymptomatische akute Hepatitis C.
Die Infektion verläuft stumm, der Infizierte bemerkt nichts
(bei 70-80% der Infizierten der Fall). Die Infektion kann nach
einigen Wochen anhand von Bluttests (HCV-RNA, Anti-HCV-Antikörper),
eine Leberentzündung an Hand erhöhter Leberwerte im Blut
(Transaminasen) festgestellt werden. Eine Leberprobe wird in der
akuten Phase nur selten entnommen, würde aber unter dem Mikroskop
das Bild einer akuten Leberentzündung zeigen.
2. Symptomatische akute Hepatitis C.
Seltener (20-30% der Infizierten) können Symptome wie Müdigkeit,
Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden und auch
Fieber auftreten. Bei 10-15% der Infizierten tritt zusätzlich
eine Gelbsucht (lkterus) auf. d.h., es verfärbt sich die Bindehaut
der Augen oder auch die übrige Haut gelb (ikterische akute
Hepatitis C). Diese Beschwerden und Krankheitszeichen (Symptome)
können einige Wochen andauern und verschwinden dann wieder.
Nur bei einem kleinen Teil der Infizierten (höchstens bei 20-30%)
verschwindet das Hepatitis-C-Virus innerhalb von 6 Monaten wieder
aus dem Körper. Die akute Hepatitis-C-Virus Infektion heilt
also im Gegensatz zu den Hepatitiden A und B nur bei einer Minderheit
spontan aus. Eine Behandlung der akuten Hepatitis C scheint nach
neueren Studienergebnissen angezeigt zu sein, die Frage der Therapie
sollte jedoch von einem Spezialisten beantwortet werden.